
Wieder selbst ein Spiel weggeschmissen. Das vorletzte Match vor Weihnachten in der HLA CHALLENGE am Sonntag war ein Abbild der heurigen Herbstsaison. Haarsträubende technische Fehler und ein 0:5-Lauf für die Gastgeber waren gleich nach der Pause innerhalb von nur gut drei Minuten bis zur 38. Minute ausschlaggebend für eine 33:28-Auswärtsniederlage (Halbzeit 16:14) von Koppensteiner WAT Fünfhaus in Langenlois bei Brixton Fire Krems-Langenlois. Da nützte all der Charakter, den die Kampfmannschaft danach in der 13. Runde im Grunddurchgang Süd/Ost der zweiten Liga zeigte, nichts. Fünfhaus ist damit vor dem letzten Meisterschaftsspiel schon am Freitag, 19. Dezember ab 20.00 Uhr wieder auswärts gegen UHC busta Eggenburg aus dem Waldviertel mit sechs Punkten Tabellenschlusslicht, zwei Punkte hinter Union Sparkasse Korneuburg und den Perchtoldsdorf Devils.

Die von Ivan Monev betreute Fünfhauser Mannschaft tut sich von Beginn an in der Halle mit engem Spielfeld in Longenlois gegen die offensive Verteidigung der flinken Kremser schwer, kann aber in der ersten Hälfte mithalten. Die Rückraumspieler Bence Stab und Carsten Nickel sind zur Verstärkung nach Langenlois mitgereist, Kreisläufer Goran Vuksa ist nach Verletzung zurück und wuchtet den Ball auch zum 7:7 ins Tor des Tabellendritten aus Niederösterreich. Zunächst ist es allerdings Flügelspieler Elias Kropf, der mit seinen Toren dafür sorgt, dass Fünfhaus dranbleibt.
Die Gastgeber sind im Abschluss konsequenter, aber Fünfhaus ist nach 3-Tore-Rückstand gegen Ende der ersten Hälfte mit viel Einsatz auf 14:13 und eine gute Minute vor der Pause nach einem Tor von Rückraumspieler John Baxter auf 15:14 dran. Bester Mann bei Fünfhaus ist wie schon in den vergangenen Wochen Kapitän Lenny Fetz, der nach sehenswerten Anspielen am Kreis insgesamt sechs Tore erzielt. Statt dem Ausgleich geht Krems aber durch ein Tor ihres Besten, Flügelspieler Marc Gaydusek, mit einer 16:14-Führung in die Kabinen, weil Fünfhaus zweimal nur die Stange trifft.
Nach Wiederbegann macht der Anschlusstreffer zum 18:17 von Spielmacher Berni Huber noch mehr Mut. Aber die Fünfhauser Mannschaft bringt sich unter Druck der offensiven Kremser Verteidigung mit läppischen technischen Fehlern im Angriffsspiel selbst um die Früchte ihrer Leistung. Innerhalb von gut drei Minuten zieht Krems dank konsequenter Abschlüsse der Gegenstöße auf 23:17 und damit auf plus 6 davon, bevor John Baxter den 18. Treffer mit einem Gewaltwurf aus neun Metern erzielen kann. Jetzt genügt es, dass die Hausherren sicher den Vorsprung halten und diesen bis zur 50. Minute auf plus sieben ausbauen. Krems nützt seine Wurfchancen, Fünfhaus knallt den Ball insgesamt fünf Mal nur an die Stange.
Aber dennoch arbeitet sich Koppensteiner WAT Fünfhaus mit Einsatz fünf Minuten vor Schluss mit einem Treffer von Kapitän Fetz bis auf 32:28 heran. Sogar die kleine Chance, das Spiel komplett zu drehen, bietet sich, weil Krems-Langenlois schlampiger mit seinen Würfen umgeht und gleich 2 Zwei-Minuten-Strafen in Serie kassiert. Aber Fünfhaus vertändelt nun alle Angriffe leichtfertig und schmeisst die aufkeimende Hoffnung auf die lange unmöglich scheinende Wende in Finish selbst weg. So gewinnt Krems-Langenlois unter dem Strich verdient mit 33:28.