
Ernüchterndes Wiener Derby. Gegen den Lokalrivalen MADx WAT Atzgersdorf wurden Koppensteiner WAT Fünfhaus die Grenzen aufgezeigt, dazu kam die eigene eklatante Abschlussschwäche. In Zahlen ausgedrückt bedeutete das am Samstagabend am Ende in der 3. Runde im Grunddurchgang der HLA CHALLENGE Gruppe Süd/Ost, dass Atzgersdorf daheim in der Rundhalle in der Steinergase Fünfhaus mit 29:18 (Halbzeit 13:8) Fünfhaus abgeschossen hat. Fünfhaus bleibt damit nach einer der schwächsten Darbietungen im Jahr 2025 trotz erkennbarem Bemühen bei einem Punkt. Lichtblick war zuvor das Future Team von Koppensteiner WAT Fünfhaus, das Atzgersdorf mit 29:22 glatt besiegt hat.

In einem selten einseitigen und daher alles andere als packendem Wiener Derby kehrten die Gastgeber von Beginn an hervor, dass sie die wesentlich reifere Mannschaft sind und mit Peter Kerestztes einen Regisseur und in schwierigen Situationen Vollstrecker haben. Dazu noch Oldboy Alen Bajgoric als sicherer Siebenmeterschütze und Topwerfer und ein gegen Koppensteiner WAT Fünfhaus herausragender Sven Müller im Tor. Damit hatte Atzgersdorf stets das Heft in der Hand und kam häufig zu einfachen Gegenstoßtoren. Dabei hielt Dominik Frank im Fünfhauser Tor alleingelassen wie ein Waisenknabe eine ganze Serie von Würfen der Atzgersdorfer teils sensationell.

Koppensteiner WAT Fünfhaus bemühte sich sichtbar, war bei Abspielen aber unkonzentriert, kam zu selten zu guten Abschlussmöglichkeiten und vergab diese großteils auch noch. Die Auszeichnung als most ineffectiv team hatte sich die Mannschaft von Chefcoach Ivan Monev schon in der ersten Halbzeit mit nur acht Toren gesichert. Dabei rackerte allen voran Kapitän Lenny Fetz in der Abwehr wie auch vorne am Kreis teils wie ein Berserker, Der Ausgleich zum 1:1 durch den einmal mehr unerschrockenen jungen Felix Pfannhauser blieb minutenlang jedoch die einzige zählbare Ausbeute. Fetz war es auch, der mit einem Tor den Rückstand zur Pause auf 13:8 verkürzen konnte.
Gleich nach Wiederbeginn ging es endgültig bergab. Innerhalb von nur fünf Minuten zog Atzgersdorf auf 18:10 davon. Damit war alles gelaufen. Ab da ging es nur mehr um Schadensbegrenzung. Im Angriff wurde Fünfhaus abgesehen von einigen Lichtblicken von John Baxter immer harmloser und teils konfuser. Logische Folge: Atzgersdorf führte nach 51 Minuten mit 25:15 erstmals mit plus zehn, ehe erneut Felix Pfannhauser aus dem Rückraum in einem Anflug von Verzweiflung sich ein Herz fasste und einnetzte. Der Rest war nur mehr eine lästige Pflichtübung für beide Teams bis zur klaren 29:18-Abfuhr für Fünfhaus am Ende.
Gelegenheit zur Wiedergutmachung gibt es am kommenden Samstag, 27. September ab 18.00 Uhr in der Sporthalle Tellgasse. Gegner von Koppensteiner WAT Fünfhaus ist dann Brixton Fire Krems-Langenlois.