
Starke kämpferische erste Halbzeit, starkes Finish und eine famose Leistung von Tormann Felix Friedel im ganzen Match: Dennoch schlug sich Koppensteiner WAT Fünfhaus in der 6. Runde der MEHRLEBEN HLA CHALLENGE powered bei Finanzfuchsgruppe im Auswärtsspiel gegen UHC Clickmasters Hollabrunn eigentlich selbst, weil 4 Siebenmeter und allein in der 2. Halbzeit 7 „Hochkaräter“ vergeben wurden. Die kämpferisch und spielerisch gute Leistung blieb so bei der 29:24-Niederlage gegen den klar favorisierten Erstliga-Absteiger aus dem Weinviertel unbelohnt. Fünfhaus steht vor der zweiwöchigen Liga-Pause wegen des ÖHB-Cups am kommenden Wochenende, bei dem Fünfhaus in der 1. Runde ein Freilos hat, vor dem nächsten Heimspiel am Sonntag, 25. Oktober ab 18.00 Uhr in der Sporthalle Tellgasse gegen den unmittelbaren Tabellenkonkurrenten Perchtoldsdorf Devils/Jags noch ohne Punkt da.

In Hollabrunn schlägt der baumlange, schlaksige Rückraumspieler der Gastgeber,. Ante Simic, gleich zu Spielbeginn innerhalb von fünf Minuten dreimal in Serie zur 3:0-Führung zu. Aber die Fünfhauser Mannschaft, die in Hollabrunn von Co-Trainer Dorian Zganec gecoacht wird, weil sich Chefcoach Timo Issing diese Woche einer Operation unterziehen musste, assistiert vom früheren Chefcoach, dem kurzfristig reaktivierten Mario Sauschlager, tigert sich von Minute zu Minute mehr in das Match hinein. Georg Mayr-Pranzeneder bricht für Fünfhaus den Torbann gegen die hohe lebende Abwehrwand von Hollabrunn mit Spielern, die auch beim Basketball locker mitspielen könnten. Mit einer quirligen Offensivabwehr kann Fünfhaus die angreifenden Gastgeber mehrmals irritieren und aus dem Spielfluss bringen. Sonst ist dahinter für die Hollabrunner Angreifer bei Fünfhaus-Tormann Felix Friedel oft Endstation, der mit sehenswerten Paraden beginnt und am Ende der klar Beste bei Fünfhaus ist.

Hollabrunn zeigt angetrieben von Julian Pratschner aus dem Rückraum immer wieder die Klasse, die die Weinviertler aus der Ersten Liga mitgenommen haben, Aber Fünfhaus fightet nach Kräften, ist lästig wie eine Filzlaus und klebt auf den Niederösterreichern bis zur 20. Minute stets auf 1 oder 2 Toren wie eine Zecke dran. Zweimal düpiert Linkshänder Leo Paha die Abwehr-Lackeln des Gegners mit tollen Hüftwürfen und damit auch den sonst ebenfalls sehr starken Hollabrunner Tormann Samuel Fabry. Dreimal hat Fünfhaus in der ersten Hälfte die Chance, den Ausgleich zu erzielen. Aber es will einfach nicht gelingen: zweimal wird ein Siebenmeter vergeben, einmal eine Topgelegenheit. Das rächt sich: Denn in den letzten Minuten vor der Pause entwischen die Gastgeber fast mit mehr Glück als souveräner Spielstärke auf 15:11.
Nach Wiederbeginn legt Hollabrunn bei der Flüssigkeit der Aktionen mehr als einen Zahn zu. Fünfhaus hat auf einmal weniger Zugriff in der Abwehr und muss die Heimischen in nur sieben Minuten auf 20:13 und bis zur 45. Minute auf 24:15 davonziehen lassen, auch wenn sich jeder bei Fünfhaus abstrampelt. Symptomatisch für den Einsatzwillen ist, dass Rückraum-Gazelle Georg Mayr-Pranzender bei einer unglücklichen Abwehraktion nach einem Cut und Blut auf dem Spielfeld mit einem eilig fabrizierten „Turban“ in die Partie zurückkehrt. Aber mit dem nunmehr vierten nicht verwerteten Siebenmeter und mindestens 7 hochkarätigen vergebenen Chancen lässt sich gegen ein Klasseteam wie Hollabrunn kein Spiel gewinnen.
Es ist der Topleistung von Tormann Felix Friedel und dem Aufbäumen der gesamten Mannschaft allen voran mit einem beherzten und auch vom Kreis treffsicheren Kapitän Lenny Fetz zu danken, dass sich Fünfhaus in der Schlussviertelstunde nochmals etwas heranarbeiten kann statt in ein Debakel zu schlittern. Jetzt lässt nach zwei souverän eingenetzten Siebenmetern auch Berni Huber mit leichtfüßigen Antritten aus dem Rückraum die Hollabrunner Abwehr-Conans mit 3 Toren in Serie alt aussehen. Während Hollabrunn fast fünf Minuten lang kein Tor mehr gelingt, verkürzt Fünfhaus auf 29:24. Dabei hätte sich Fünfhaus für die beste kämpferische Leistung der Saison mehr als dieses achtbare Ergebnis gegen den Liga-Favoriten verdient.

Dementsprechend fiel auch die Analyse von Coach Dorian Zganec aus: „Ich bin sehr stolz, sehr zufrieden. Man sieht trotz der heutigen Niederlage, dass der Weg bergauf geht. Die Leistung wird besser.“