** Koppensteiner WAT Fünfhaus **

HLA-CHALLENGE-Verbleib fix: Souveräner 30:36-Auswärtssieg in Eggenburg

Geschafft! Koppensteiner WAT Fünfhaus hat in der vorletzten Runde des Abstiegs-Play-Offs der HLA CHALLENGE auswärts den Favoriten UHC busta Eggenburg mit einem famosen Start und danach abgebrühter Leistung mit einem 30:36-Erfolg nach 12:18-Vorsprung zur Pause entzaubert. Der erste Auswärtssieg im Play-Off bedeutet, dass Fünfhaus nun 14 Punkte auf dem Konto hat. Fünfhaus kann damit von Union Sparkasse Korneuburg, das daheim mit 25:25 nur unentschieden gegen Sportunion Leoben spielte, am letzten Spieltag mit derzeit 11 Punkten nicht mehr überholt werden. Die HLA CHALLENGE Gruppe Süd/Ost hat Koppensteiner WAT Fünfhaus somit auch in der kommenden Saison 2026/wieder.

11 Tore von John Baxter waren im Auswärtsspelt gegen Eggenburg Gold wert. Foto. WAT Fünfhaus/Roman Stoiber

Fünfhaus hat vorerst außerdem Perchtoldsdorf Devils/Jags, die weiter bei 12 Punkten halten, hinter sich gelassen. Jubel, Trubel, überglückliche, erleichterte Fünfhaus-Spieler und ein Trainerteam, dem in der Sporthalle Eggenburg ein (Waldviertler) Granitmugel vom Herzen gefallen ist! Das heißt für alle Fünfhauser Handballfans und den Red Block: Schaut euch am kommenden Samstag, 30. Mai, ab 16.00 Uhr diese Fünfhauser Mannschaft zum Saisonabschluss im Wiener Derby gegen Handball West Wien an. In der Sporthalle Tellgasse geht es ums Prestige, weil Fünfhaus mit dem Auswärtssieg West Wien vorzeitig zum Sieg in der Play-Off-Gruppe verholfen hat.

Starke Leistung von Vali Klicha im Rückraum. Foto: WAT Fünfhaus/Roman Stoiber

Dreimal hat Eggenburg, das sich als Aufsteiger in der HLA CHALLENGE im Kader deutlich verstärkt hat, Fünfhaus in der heurigen Saison keine Chance gelassen. Umso mehr war die Mannschaft aus dem Waldviertel an diesem Pfingstsamstag perplex. Während vor der Halle ein Flohmarkt Trödlerware anbot, machte die von Ivan Monev und Timo Issing betreute Fünfhauser Mannschaft von der ersten Sekunde an klar, dass sie keineswegs zur Ausschussware in Österreichs zweiter Handball-Liga gehört. Zwei Tore von Berni Huber bei Unterzahl von Fünfhaus machten endgültig klar, dass Fünfhaus nicht als braves Schlachtopfer nach Eggenburg gekommen war. Ein Eggenburger Time-Out bei 4:8 Rückstand der Gastgeber nach erst neun Minuten half nichts. Der starke Fünfhaus-Tormann Felix Friedl steigerte mit einem Treffer auf das leere Eggenburger Tor die Nervosität bei den Gastgebern und dem Heimpublikum gleicher oft Endstation. Flügelspieler Elias Kropf (insgesamt 8 Tore) netzte im Stile eines Routiniers ultracool ein. Fünfhaus-Spieler John Baxter (insgesamt 11 Tore) war weder vom linken Flügel noch auch aus dem Rückraum zu stoppen. Mit ihnen zog Fünfhaus auf 9:15 davon.

Yabadabadooh: Die Fünfhaus-Tormänner Felix Friedl (re.) und Dominik Frank parierten viele Eggenburger Würfe. Foto: WAT Fünfhaus/Roman Stoiber

Ja, man merkte, dass Sebastian Hutecek im Rückraum bei Eggenburg an allen Ecken und Ende fehlte und nur Jonathan Provin im Angriff tatsächlich bei Anritten Gefahr ausstrahlte. Ja, es war auch Glück dabei, dass in dieser Phase Würfe der Hausherren von der Stange abprallten. Aber teilweise hätten die Wurfversuche der Eggenburger bestenfalls dazu gereicht, ein paar verspätete Silvesterraketen aus der Luft zu holen. Wer aber nach der Pause eine Aufholjagd der Heimmannschaft erwartete hatte, wurde nach 12:18-Führung für Fünfhaus zur Pause sofort eines Besseren belehrt. Zentral im Rückraum krönte Vali Klicha seine starke Leistung nach unerschrockenem „Spaziergang“ durch die Eggenburg-Defensive mit dem 12:19. Fünfhaus legte in dieser Partie jene oft vermisste Stabilität an den Tag, mit dem jeder Treffer von Eggenburg im Gegenangriff meist mit einem Tor beantwortet werden konnte. Bei Eggenburg versagten zunehmend die Nerven bei Würfen. Leo Paha holte hingegen mit seinem Tor zum 13:23 erstmals einen Zehn-Tore-Vorsprung. Die zahlmäßig große Zuschauerschar des Heimvereins erlebte ihr negatives Pfingstwunder.

Hinten und vorne mit vollem Einsatz voran: Fünfhaus-Kapitän Lenny Fetz. Foto: WAT Fünfhaus/Roman Stoiber

Eine Viertelstunde vor Schluss konnte Fünfhaus bereits beginnen, alle Spieler auf der Bank einzusetzen: Egal ob Linus Hagspiel oder Iago Fernandez, alle dankten es mit Toren. Auch Kreisläufer Goran Vuksa, der in der Defensive im Stile von Wickies schier unbezwingbarem Faxe alles anrennen ließ, knallte den Ball bei Angriffen nun wuchtig ins Netz. Kapitän Lenny Fetz schonte weder Kopf noch kostbare Weichteile und traf im Finish drei Mal. Mit Mann-Deckung im Finish kam Eggenburg in den Schlussminuten gegen Fünfhaus, das es schon lockerer nehmen konnte, noch etwas heran. Am souveränen 30:36-Auswärtserfolg für Fünfhaus änderte das aber genau gar nichts. Richtig groß war die Freude aber dann, als klar und bekannt wurde, dass dieser erste Auswärtssieg im Abstiegs-Play-Off nach drei Heimsiegen den Verbleib für Koppensteiner WAT Fünfhaus in der HLA CHALLENGE besiegelt hat. Denn im Fernduell kann Korneuburg mit einem 25:25 daheim gegen Leoben nunmehr Fünfhaus endgültig nicht mehr einholen und auf den letzten Platz verdrängen.

Timo Issing, Co-Trainer Koppensteiner WAT Fünfhaus, war die Freude und Erleichterung danach nicht nur im Gesicht abzulesen.: „Ich habe gar nicht gewusst, dass es heute schon möglich ist, dass wir den Ligaerhalt fixieren. Wir haben in den letzten Spielen das umgesetzt, was wir uns vorgenommen, nicht auf die Tabelle zu schauen. Es ging darum, Aktion um Aktion, Wurf um Wurf zu spielen und das umzusetzen. Ich kann sagen, mit diesem Spiel beweisen wir, dass wir zu Recht in dieser Liga sind.“