** Koppensteiner WAT Fünfhaus **

Fünfhaus schlägt sich selbst: 24:30-Heimpleite gegen Eggenburg

Die Einsatzbereitschaft war vorhanden, aber es war ein Abend der verschenkten Bälle im Angriff und zahlreicher verworfener Topchancen. Koppensteiner WAT Fünfhaus verlor damit das Heimspiel im Abstiegs-Play-Off der HLA CHALLENGE am Sonntag in der Sporthalle Tellgasse in einer insgesamt schwachen Partie mit 24:30 (Halbzeit 11:13) gegen ein glanzloses UHC busta Eggenburg aus dem Waldviertel. Für die Niederösterreicher genügte es, Fünfhaus-Topwerfer John Baxter durch Manndeckung weitgehend zu neutralisieren, auch wenn er mit 7 Treffer letztlich einmal mehr bester Fünfhauser Werfer war.

Fünfhaus bleibt trotz der Niederlage mit weiterhin 8 Zählern punktegleich mit Schlusslicht Perchtoldsdorf Devils/Jags und Union Sparkasse Korneuburg, die beide am Wochenende ebenfalls verloren haben, Vorletzter in der Tabelle. Leichter wird es nicht. Achtung: schon am kommenden Mittwoch, 15. April, ab 20.00 Uhr ist Handball West Wien als Spitzenreiter im Abstiegs-Play-Off in der Sporthalle Gastgeber im Wiener Derby gegen Koppensteiner WAT Fünfhaus Gastgeber.

Fünfhaus-Spielmacher Bence Stab versuchte Lücken im Eggenburger Abwehrriegel zu finden. Foto: WAT Fünfhaus/Roman Stoiber

Im Spiel gegen Eggenburg fehlten bei Fünfhaus mehrere erfahrene Spieler: neben dem routinierten Spielmacher Jakob Jochmann waren das Rückraumspieler Berni Huber sowie am rechten Flügel Elias Kropf. Dazu kam, dass Emil Zalewski aus dem Abwehrblock in der ersten Halbzeit auch noch mit einer Knöchelverletzung raus musste. Allerdings feierte Vali Klicha nach der monatelangen Pause wegen einer Handverletzung ein Comeback. Das krönte er in der zweiten Hälfte mit einem sehenswerten Treffer, auch wenn dieses im offiziellen Spielbericht nicht aufscheint.

John Baxter war mit 7 Toren bester Fünfhauser Werfer gegen Eggenburg. Foto: WAT Fünfhaus/Roman Stoiber

Fünfhaus legte nach dem Anwurf dank Treffern von John Baxter gut los. Rückraum-Mitte-Spieler Bence Stab erzielte mit einem Tor aus ganz spitzen Winkel sehenswert nach zehn Minuten die 6:4-Führung für Fünfhaus. Alles paletti? Damit war es gleich vorbei. Denn Eggenburg drehte postwendend nach mehreren Zwei-Minuten-Strafen gegen perplexe Fünfhauser das Spiel und holte bis zur 23. Minute eine 7:13-Führung. Es war dann vor allem dem Einsatzwillen des rechten Fünfhauser Rückraumspielers Leo Paha zu danken, dass sich seine Mannschaft nach dem fast viertelstündigen spielerischen Blackout in die Partie zurückkämpfte. Viermal traf er innerhalb von sechs Minuten. Der 11:13-Rückstand zur Pause ließ die von Ivan Monev und Timo Issing betreute Mannschaft und das Fünfhauser Publikum gleichermaßen hoffen.

Der rasche Anschlusstreffer zum 12:13 gleich nach Wiederbeginn sollte eine Initialzündung für Koppensteiner WAT Fünfhaus sein. Statt dessen wurde es ein Rohrkrepierer. Zwar schaffte es Fünfhaus angetrieben von Kapitän Lenny Fetz trotz dreier Zwei-Minuten-Strafen innerhalb von nur fünf Minuten dank eines Treffers von Kreisläufer Goran Vuksa zunächst mit 16:18 auf Tuchfühlung zu bleiben. Danach schlug sich Fünfhaus aber in der entscheidenden Phase selbst, verjuxte Topchancen, die für zwei Siege gereicht hätten oder kamen wegen technischer Fehler im Angriff nicht einmal zum Abschluss. Den Rest besorgte der gut disponierte Eggenburger Tormann Sebastian Enzenberger. Ein ernüchterndes 19:25 für die Gäste acht Minuten vor dem Ende war de facto die Entscheidung.

Daran konnten weder der im Tor eingewechselte Dominik Frank, noch der rotzfrech-forsche Felix Pfannhauser in der Offensive mit 3 Toren noch das Aufbäumen von Kapitän Fetz etwas ändern. Fünfhaus war einfach in diesem Spiel weiter zu fehlerhaft. Der so gesehen logische Denkzettel war eine 24:30-Heimniederlage gegen die auch nur mit Wasser kochende Eggenburger.

Lenny Fetz, Kapitän Koppensteiner WAT Fünfhaus, sagte unmittelbar nach Spielende enttäuscht: „Wir haben uns vorgenommen, dass wir in der Tellgasse kein Spiel mehr verlieren. Das ist nicht gelungen. Wir haben in der ersten Halbzeit eine Viertelstunde lang den Kopf verloren. Da müssen wir daran arbeiten, den Kopf zu behalten. Der Tormann von Eggenburg hat auch gut gehalten. Wir haben selbst zu viele Fehler gemacht. Am Ende hat die Mannschaft gewonnen, die weniger Fehler gemacht hat.“