** Koppensteiner WAT Fünfhaus **

HLA-Challenge: 32:23-Abfuhr in Korneuburg

Rabenschwarzer Sonntag für Koppensteiner WAT Fünfhaus im Abstiegskampf der HLA CHALLENGE: Im Auswärtsspiel gegen Tabellenschlusslicht Union Sparkasse Korneuburg kassierte Fünfhaus nach blamabler Leistung im mit Abstand schlechtesten Spiel der gesamten heurigen Saison eine 32:23-Watsche. Nach einem kapitalen Fehlstart mit 6:1-Rückstand nach acht Minuten raufte sich in den letzten Minuten der ersten Hälfte bis zur Pause mit 12:10 heran. In der zweiten Hälfte wirkte Fünfhaus aber wie ein Gulasch ohne Saft: lasch und unverdauerlich. Ohne Aufbäumen schlitterte Fünfhaus bis zur 45. Minute mit 21:13 in die Auswärts-Pleite,. Danach gab es Auflösungserscheinungen mit zwschenzeitlichem Rückstand von minus 12 und erst am Schluss Ergebniskosmetik auf 32:23.

Korneuburg verdrängte damit Fünfhaus auf den vorletzten Tabellenplatz. Der Abwehrkampf spitzt sich zu: denn mit Korneuburg, Fünfhaus und dem neuen Schlusslicht Perchtoldsdorf Devils/Jags sind drei Mannschaften mit acht Zählern punktegleich. Nach Ostern trifft Fünhaus daheim am Sonntag, 12. April, ab 18.00 Uhr in der Sporthalle Tellgasse auf UHC busta Eggenburg (14 Punkte) aus dem Waldviertel.

Den Kampfgeist hatte die von Ivan Monev und Timo Issing gecoachte Mannschaft von Koppensteiner WAT Fünfhaus daheim in Wien gelassen. Die Korneuburger Angreifer nahmen sich ein Herz, was für ein Schlusslicht zu erwarten war, und hoppelten unbedrängt wie die Ostenhasen insbesondere vom Flügel durch die Fünfhauser Verteidigung, die bisher stets ein Aushängeschild war. 6:1 nach knapp neun Minuten, 10:6 nach 20 Minuten, ehe sich Fünfhaus erstmals aufzubäumen begann. Hätte nicht Dominik Frank im Tor etliche Würfe toll pariert, hätte es noch schlimmer ausgesehen. Ein sehenswertes Tor von Kreisläufer Goran Vuksa und ein Treffer von Rückraumspieler Berni Huber ins Kreuzeck zum 10:8, gaben etwas Auftrieb. Mit einem Treffer von Tormann Dominik Frank auf das – nach einer Zwei-Minuten-Strafe – leere Tor von Korneuburg war Fünfhaus mit 12:10 zur Halbzeit wieder in Schlagdistanz.

Fünfhaus-Tormann Dominik Frank konnte in Hälfte 1 mehrfach Würfe parieren. Foto: WAT Fünfhaus/Roman Stoiber

Aber während bei Gastgeber Korneuburg nach Wiederbeginn alles aufzugehen schien, gelang Fünfhaus praktisch nichts: Selbst bei 100prozentigen Chancen war meist beim Korneuburger Tormann Endstation. Die Fünfhauser Mannschaft zerfiel zunehmend in Einzelspieler. Es passte ins Bild dieses Abends, dass sich Fünfhaus-Tormann Jakov Pavic beim Sprint zurück ins leere Tore und dem Abwehrversuch gegen einen Korneuburger Angreifer in der 49. Minute auch noch eine Knieverletzung zuzog. Über den Rest breitet man am besten den Mantel des Schweigens.

Felix Friedl feierte in der Schlussphase ein Comeback im Fünfhaus-Tor. Foto: WAT Fünfhaus/Roman Stoiber

Timo Issing, Co-Trainer Koppensteiner WAT Fünfhaus analysierte unmittelbar nach dem Spiel: „Wir nehmen von Beginn an zu keinem Zeitpunkt den Kampf an, dabei war klar, dass das Korneuburg machen wird. Da waren wir nicht da. Statt uns ein bisschen Luft im Abstiegskampf zu schaffen, sind wir jetzt wieder ganz tief drinnen und müssen richtig hart arbeiten, um und wieder zu steigern.“

Im April ist jetzt nicht nur die Mannschaft gefordert, sich nach durchwegs guten Leistungen im Jahr 2026 bis zum Korneuburg-Spiel darauf zu besinnen, dass es es Kampf und Kollektiv im Handball nicht geht. Aber auch der Red Block und die Fünfhauser Anhänger sind bei der Unterstützung gefordert. Denn dreimal in Folge spielt Koppensteiner WAT Fünfhaus im April in der Sporthalle Tellgasse. Nach Eggenburg am 12. April schon am Mittwoch, 15. April gegen Handball West Wien und am 30. April gegen Sportunion Leobe