
Geschlossen starke Leistung und Einsatzwillen gewürzt mit etlichen spielerischen Schmankerln: Das war der Grundstein für einen sicheren 33:28-Heimerfolg nach 19:16-Pausenführung von Koppensteiner WAT Fünfhaus im Wiener Derby gegen HC Fivers WAT Margareten/2. Es war der Abschluss des Grunddurchgangs in der HLA CHALLENGE Gruppe Süd/Ost. Mann des Spiels am Samstagnachmittag in der Sporthalle Tellgasse war Fünfhaus-Kreisläufer Goran Vuska. In der 18. und letzten Runde tankte Fünfhaus damit nicht nur Selbstvertrauen für das Abstiegs-Play-Off ab März, sondern gab zugleich den Platz als Tabellenletzter an den Konkurrenten Perchtoldsdorf Devils/Jags ab. Die Niederösterreicher haben ebenfalls 11 Punkte nach dem Grunddurchgang auf dem Konto, weisen aber dank eines Sieges und eines Unentschiedens von Fünfhaus die schlechtere Bilanz im direkten Vergleich auf.

Im Finish des Grunddurchgangs trumpfte die von Ivan Monev und Co-Trainer Timo Issing gecoachte Kampfmannschaft von Koppensteiner WAT Fünfhaus ohne Kapitän Lenny Fetz und Flügelspieler Elias Kropf mit mehr Spielwitz, vor allem mehr Effizienz im Abschluss als in einigen Spielen im Grunddurchgang und auch mit mehr Abgebrühtheit nach der Führung auf. Im Gegensatz zum Auswärtsspiel in der Vorwoche in Leoben gab Fünfhaus den hart erarbeiteten Vorsprung gegen die Fivers nicht mehr aus der Hand und erntete 2 Punkte für einen fokussierten Auftritt mit Siegeswillen. Basis dafür war der kompromisslose Abwehrblock mit Goran Vuksa, Emil Zalewski und Bence Stab abwechselnd mit Leo Paha. Die gesamte Mannschaft tat alles, die Fivers mit dem quirligen Anes Kovacevic Mitte -Aufbau möglichst nicht in ihr gefürchtetes Tempospiel kommen zu lassen.

Bence Stab hatte zentral im Rückraum die Zügel in der Hand. Er eröffnete den Fünfhauser Torreigen mit dem 1:0 selbst und brachte außerdem Fünfhaus-Kraftlackel Goran Vuksa mit sehenswerten Pässen am Kreis mehrfach toll ins Spiel. Vuksa rackerte dort nicht nur wie ein Berserker, sondern netzte präzise und nicht weniger als acht Mal ein. So gut defensiv wie offensiv war er heuer noch nie.

Die Fivers-Abwehr kümmerte sich speziell um Fünfhaus-Rückraumspieler John Baxter mit allen fairen und auch unfairen Mitteln. Baxter musste daher angeschlagen mehrmals vom Feld, erzielte dennoch ebenfalls 8 Tore. Der dritte Starke im Bunde war im Spiel gegen die Fivers Linkshänder Leo Paha, der oft unerschrocken und sich selbst nicht schonend den Abschluss aus dem rechten Rückraum suchte. Der Lohn waren 6 Tore, vor allem in Hälfte eins zu wichtigen Zeitpunkten. So münzte Fünfhaus den nach einer Viertelstunde fein herausgespielten Drei-Tore-Vorsprung mit 11:8 in eine durch Berni Huber erzielte 19:16-Pausenführung um.
Nach Wiederbeginn hatte Fünfhaus dieses Mal auf jeden Treffer der Fivers eine Antwort parat. Während Fivers-Angriffe teilweise im Fünfhauser Abwehrblock versandeten oder vertändelt wurden, bewahrte Koppensteiner WAT Fünfhaus bis zur 55. Minute Ruhe, zog Tor um Tor davon und schaffte mit einem Treffer von Bence Stab in der 51. Minute sogar eine 31:24-Führung. Danach geriet die Fünfhauser Tormaschine etwas ins Stottern. Die Fivers kamen bis zur 56. Minute auf 31:27 heran. Nach einem Time-Out von Fünfhaus bewahrte der wie ein Schnitzel abgeklopfte John Baxter bei einem Siebenmeter die Nerven. Mit seinem 32:27 machte er endgültig alles klar, sein 33:27 war schon Kür und Draufgabe. Die Fünfhauser Fans dankten mit viel Applaus für einen souveränen Auftritt nach dem 33:28-Endstand.
Timo Issing, Co-Trainer Koppensteiner WAT Fünfhaus. hob den Stellenwert dieses Derby-Sieges hervor: „Wir haben für die letzten 4 Runden im Grunddurchgang das Ziel ausgegeben, dass wir zumindest 4 Punkte machen. Gegen Perchtoldsdorf sind wir mit einem Unentschieden schlecht gestartet, haben dann aber gegen 2 Spitzenteams gewonnen. Es war heute eine sehr, sehr gute und breite Mannschaftsleistung. Wir haben den Sieg sehr reif und solid herausgearbeitet. Es war sehr wichtig, vor der Abstiegsrunde, die breite Brust zu haben.“