
Zwei Halbzeiten wie Tag und Nacht, ab der 43. Minute eine unterirdische Viertelstunde bei Fünfhaus, fertig war die Derby-Schlappe, die so unnötig war wie ein Kropf. In der 12. Runde des Grundduchganges der HLA CHALLENGE Gruppe Süd/Ost besiegte sich Koppensteiner WAT Fünfhaus im Wiener Derby gegen Madx WAT Atzgersdorf mit einem 15minütgen, spielerischen Blackout nach sehr starker erster Halbzeit de facto selbst. Nach verdienter 14:11-Pausenführung wurde es so am Ende noch ein klarer und verdienter 25:30-Erfolg für Atzgersdorf. Fünfhaus bleibt in der zweiten Liga nun mit 6 Punkten Tabellenneunter – gleichauf mit Schlusslicht Korneuburg .

Koppensteiner WAT Fünfhaus hat ab schon am Marienfeiertag, Montag, 8. Dezember, ab 17.00 Uhr den nächsten Spieltag. Im ÖHB-Cup-Kracher ist der HLA-Topverein Alpla HC Hard aus Vorarlberg Gast in der Sporthalle Tellgasse. Geschenke gibt’s da nicht mehr zu verteilen, die gab es am Nikolaustag schon im Derby gegen Atzgersdorf.
Ohne den verletzten Kreisläufer Goran Vuksa und ohne John Baxter im Rückraum richtet sich Koppensteiner WAT Fünfhaus im Derby gegen Atzgersdorf von Beginn an am immer stärker werdenden Abwehrblock mit Kapitän Lenny Fetz, Emil Zalewski und Leo Paha auf und kommt immer besser ins Spiel. Als dann Fünfhaus-Tormann Dominik Frank noch zwei Siebenmeterwürfe parieren kann und man nach und nach den vorerst einzigen Atzgersdorfer Gefahrenherd, Oldie Alen Bajgoric, in den Griff bekommt, hat Fünfhaus das Heft ganz klar in der Hand. Im Angriff ist da der kämpferische Linkshänder Leo Paha nicht zu halten. Berni Huber liefert dank seiner Tore eines seiner besten Spiele für Fünfhaus ab und Elias Kropf erledigt bei Siebenmeterwürfen trocken den Rest. Nach 25 Minuten führt Koppensteiner WAT Fünfhaus mit starker Defensiv- und Angriffsleistung sicher mit 13:9. Mit einem 14:11-Vorsprung für Fünfhaus endet die erste Hälfte.
Die zweite Hälfte beginnt dann zwar ausgeglichener, aber Fünfhaus hält im offenen Schlagabtausch dank der Tore von Emil Zalewski, Berni Huber und Elias Kropf bis zur 40. Minute gegen konsequenter und stärker werdende Atzgersdorfer voll mit. Mit dieser Herrlichkeit ist es aber nach 18:19-Führung der Gäste schlagartig vorbei. Die Fünfhauser Mannschaft wirkt auf einmal wie von allen guten Geistern verlassen: Zwei-Minuten-Strafen, drei Stürmer-Fouls in Serie und haarsträubende technische Fehler im Angriff führen zur Wende im Spiel und weniger die Stärke von Atzgersdorf (abgesehen von einem besser werdenden Tormann Konstantin Lenk). Sogar mit zwei Mann in Überzahl kassiert Fünfhaus noch Gegentore. In nicht einmal einer Viertelstunde führen die Gäste plötzlich 21:28 und 22:29. Fünfhauser Tore von Lenny Fetz, Bence Stab und Berni Huber, der mit 7 Toren bester Fünfhauser Werfer ist, im Finish zeigen von Charakter, sind nur mehr Adventschmuck zum 25:30-Endstand. Fünfhaus hat sich selbst um die Früchte des fokussierten, sehr beherzten Auftretens gebracht und Atzgersdorf binnen 15 Minuten den Derby-Erfolg auf dem Silbertablett serviert.
Felix Friedl, Koppensteiner WAT Fünfhaus: „In der ersten Halbzeit haben wir sehr, sehr gut gespielt und konzentriert die Bälle reingemacht. Leider haben wir in der zweiten Halbzeit eine Phase gehabt, in der wir nicht getroffen haben. Dann haben wir den Kopf eingezogen. So schaut’s bei der Niederlage ein bisschen mehr aus als es im Spiel war.“