
Es ist der erste Punkt in der neuen Saison der HLA CHALLENGE, aber Koppensteiner WAT Fünfhaus hat wegen eines Schlendrians in der Schlussviertelstunde einen lange Zeit zum Greifen nahen Sieg in Korneuburg hergeschenkt. In der 2. Meisterschaftsrunde trennte sich Koppensteiner WAT Fünfhaus am Freitagabend auswärts nach 10:13-Pausenführung mit einem 23:23-Unentschieden von Union Sparkasse Korneuburg. Am Ende war es der junge Oliver Scholz, der vom linken Flügel die Nerven behielt und für Fünfhaus 16 Sekunden vor dem Ende mit seinem Tor eine Niederlage gegen die über weite Strecken schwächeren Niederösterreicher verhinderte. Am Samstag, 20. September, wartet nun auswärts ab 19.00 Uhr das nächste Wiener Derby mit dem schweren Gang zu MADx WAT Atzgersdorf.

In einer zerhackten Partie – der Wischer hat nach den vielen Einsätzen und Spielunterbrechungen sicher Blasen an den Händen – übernimmt die Mannschaft von Chefcoach Ivan Monev nach einer Viertelstunde im ersten Auswärtsspiel gegen die jungen Korneuburger das Kommando. Innerhalb von sieben Minuten zieht Fünfhaus mit dem Premierentor von Neuzugang Berni Huber aus einem Siebenmeter und Toren von Kapitän Lenny Fetz sowie Nachwuchsnationalteamspieler John Baxer von 5:5 locker auf 5:10 davon. Vater des Unentschieden ist am Ende Fünfhaus-Tormann Jakov Pavic mit seinen tollen Paraden vor allem in der ersten Hälfte. Eine Art Nährmutter der Kompanie im Angriff ist an diesem Abend Elias Kropf, der oft souverän vom rechten Flügel einnetzt und insgesamt acht Treffer erzielt. Den Rest besorgen die Korneuburger selbst mit einer ganzen Reihe von Übertritten, sodass all diese Tore nicht zählen. Dank ihrem besten Werfer Mathias Weinhappl ist Korneuburg dennoch schnell wieder auf 10:11 dran. Aber zur Pause führt Fünfhaus schließlich mit 10:13.

Gleich nach Wiederbeginn kann Koppensteiner WAT Fünfhaus den Vorsprung mit einem wesentlich stärker werdenden John Baxter aus dem Rückraum bis zur 38. Minute auf 13:18 davon. Das scheint fast die Vorentscheidung. Aber Korneuburg bäumt sich mit dem Publikum im Rücken auf. Eine gute Viertelstunde vor Schluss gelingt Elias Kropf noch die 16:19-Führung. Danach häufen sich bei Fünfhaus die Zwei-Minuten-Strafen, die Gastgeber reißen immer öfter Lücken in die Fünfhauser Abwehr. Im Angriff wird Fünfhaus zunehmend harmloser, übt kaum mehr Druck auf die gegnerische keineswegs sattelfeste und unüberwindbare Defensive aus. Dazu kommt allerdings, dass sich Korneuburg-Tormann Lukas Maislinger zusehends steigert.
Was dann folgt, ist fast eine Kopie der Auswärtsniederlage im Frühjahr gegen die entschlossenere Heimmannschaft. Damals verspielte Fünfhaus im Finish einen Sieg, der fast schon unter Dach und Fach war. Diesmal läuft es ähnlich. Denn fünf Minuten vor dem Ende geht Korneuburg mit 21:20 in Führung. Elias Kropf mit Nervenstärke und John Baxter mit letztem Einsatz gelingt zwar bis zur Schlussminute noch das 22:22. Es ist aber einiges Glück und Nervenflattern der Korneuburger bei zwei klaren und letztlich versemmelten Torchancen dabei, dass Fünfhaus nicht als Verlierer vom Platz geht, sondern dank Oliver Scholz das 23:23 schafft und den ersten Punkt in der Meisterschaft nach Hause mitnehmen kann.