24.2.2024 – 19:15 – Perchtoldsdorf ** UHLZ Perchtoldsdorf Devils - Koppensteiner WAT Fünfhaus **

Fünfhaus sichert sich mit 30:33-Auswärtssieg gegen Krems Platz 3

 

Starkes Meisterschafts-Finish von Koppensteiner WAT Fünfhaus in der ZTE HLA CHALLENGE, Österreichs zweithöchster Handball-Liga: Mit einem gleichermaßen gut erspielten und erkämpften 30:33-Sieg auswärts (Halbzeit 16:18) gegen Brixton Fire Krems Langenlois zementierte sich die Kampfmannschaft des WAT Fünfhaus endgültig auf Platz 3 der Abstiegsrunde ein und kann mit nunmehr 12 Punkten, auch wenn Fünfhaus in der letzten Runde in einer Woche spielfrei ist, weder von Krems noch von HIB Grosschädl Stahl Graz mehr überholt werden. Das erklärte Saisonziel, weder Letzter noch Vorletzter in der Abstiegsrunde, sondern Dritter zu werden und damit besser als im Vorjahr abzuschneiden, wurde damit erreicht. Grundlage dafür war wie schon im Vorjahr ein fulminanter Endspurt im Mai mit nicht weniger als vier Siegen und nur einer – unglücklichen – Auswärtsniederlage gegen Union Sparkasse Korneuburg, den Gewinner der Abstiegsrunde. Im Billd: Jubel und Team-Zusammenhalt nach dem Auswärtserfolg gegen Krems Langenlois.

Zuletzt heimste Koppensteiner WAT Fünfhaus drei Siege in Serie ein. Basis dafür war eine wesentliche Steigerung in der Defensive und das geschlossene mannschaftliche Kollektiv des Teams mit dem Trainerduo Mario Sauschlager und Nico Kessler, das in den vergangenen Runden die Ausfälle von Kapitän und Kreisläufer Lenny Fetz sowie Flügelspieler Elias Kropf und auch von Rückraumspieler Fabian Hofbauer kompensieren musste. Alle drei feuerten ihre Mannschaft am Samstagnachmittag beim Match gegen Krems, das in der Halle in Langenlois ausgetragen wurde, an. 

Gegen die Spielgemeinschaft Krems Langenlois war es wie schon in allen drei bisherigen Matches in der laufenden Meisterschaft eine knappe Partie. Eine Viertelstunde lang legen die Gastgeber in Langenlois vor, weil deren Kreisläufer Laurenz Kastenhuber kaum zu halten ist. Nach 14 Minuten bringt Jonas Kofler nach einem sehenswerten Angriff Koppensteiner WAT Fünfhaus mit 7:9 und erstmals mit zwei Toren in Front. Eine flotte Partie, in der sich Fünfhaus-Tormann Arianit Nimanaj mehrmals auszeichnen kann, wogt bis zur 25. Minute mit 14:14 hin und her, keine Mannschaft kann sich entscheidend absetzen. Eine tolle Kombination am Kreis, bei der Fritz Bernkop-Schnürch Fünfhaus-Kreisläufer Viktor Dudic den Ball serviert und dieser souverän einnetzt, bringt eine 14:16-Führung. Wie sich alle im letzten Match der Meisterschaft reinwerfen, zeigt dann der ohnehin an den Knien bediente Flügelspieler Ivan Monev, der mit vollem Einsatz Fünfhaus mit 16:17 in Führung bringt, bevor Kreisläufer Viktor Dudic sicher zum 16:18-Pausenstand verwertet. 

Wie wichtig Siebenmeter sind, zeigt sich nach der Pause, als Fünfhaus gleich drei Strafwürfe nicht verwandeln kann und sich der gute Krems-Langenlois-Tormann Matthias Hollerer dabei wie eine unüberwindbare Torwand aufzubauen beginnt. Nach 40. Minuten gehen die Gastgeber daher erstmals wieder mit 22:21 in Führung. Die offensivere 5:1-Deckung der Kremser behagt Fünfhaus gar nicht. Aber eine brüderliche Fünfhauser Co-Produktion von Fritz und Felix Bernkop-Schnürch, die dieser mit einer Granate aus neun Metern zur 22:23-Führung abschließt, leitet die neuerliche endgültige Wende in der Partie ein. 

Das ist überhaupt der entscheidende Unterschied in den letzten Spielen. Während Fünfhaus in vielen Partien in dieser Saison auch gegen lediiglich ebenbürtige Gegner einen Durchhänger hatte und damit meist das Match vorzeitig aus der Hand gegeben hat, zeigte sich in Langenlois wieder, was die Mannschaft dazugelernt hat und was Teamgeist ausmacht. Fünfhaus ließ sich durch das Aufbäumen und die Führung der Hausherren nicht aus der Ruhe bringen. Nach den drei vergebenen Siebenmetern übernahm Carsten Nickel bei beim nächsten Strafwurf die Verantwortung und versenkte den Ball durch die Beine des Kremser Tormanns im Netz. Die im Mai stark verbesserte Abwehr steigerte sich mit einem starken, kompromisslosen Benjamin Sprung und der zurück ins Tor eingewechselte Ari Nimanaj entnervte mit einem gehaltenen Siebenmeter und weiteren tollen Reflexen die Gastgeber. Die Folge: von der 45. Minute mit 25:25 bis zur 55. Minute erzielte Krems kein einziges Tor. Den Rest besorgte Fünfhaus-Flügelflitzer Severin Lampert, einer der besten Spieler in der Liga bei schnellen Gegenstößen. Das 25:30 nach 54 Minuten bedeutete schon die Vorentscheidung. Ein starker Viktor Dudic am Kreis und Sebastian Göller aus dem Rückraum machten mit ihren Toren alles klar zum 30:33-Endstand.