24.2.2024 – 19:15 – Perchtoldsdorf ** UHLZ Perchtoldsdorf Devils - Koppensteiner WAT Fünfhaus **

Fünfhaus erleidet 22:34-Niederlage im Derby gegen Fivers

Nach den vielen tollen Leistungen in der bisherigen Saison in der HLA CHALLENGE kam für Koppensteiner WAT Fünfhaus ausgerechnet im Derby gegen den Erzrivalen HC Fivers Margareten 2 ein massiver Dämpfer. In der fünften Runde musste Fünfhaus am Samstagabend in der Heimhalle in der Sporthalle Tellgasse eine glatte 22:34-Niederlage (9:14 zur Pause) hinnehmen. Die Kampfmannschaft von WAT Fünfhaus zeigte die bisher schlechteste Leistung in der Meisterschaft nach dem Wiederaufstieg. Die Gäste aus dem 5. Bezirk waren von Beginn an mit temporeichem Spiel und offensiver Verteidigung überlegen. Auf den Punkt gebracht siegte Höllentempo gegen Fünfhauser Ineffizienz. 

Das Ambiente in der Tellgasse stimmte. „Fünfhaus“- und „Fivers“-Sprechchöre auf den Zuschauerrängen sorgten für eine laute Kulisse. Koppensteiner WAT Fünfhaus musste auf Georg Mayr-Pranzender im Rückraum verzichten, der verletzte Philipp Seitz fehlt noch länger. Die Fivers legten mit Dampf los und spielten Tempohandball praktisch das ganze Spiel über. Die aggressive Verteidigung und das überaus offensive Unterbinden von Gegenstößen behagte den Fünfhauser Burschen überhaupt nicht. Die Mannschaft von Trainer Roland Eberl und Co-Trainer Norbert Glätzl hatte sich nach der ersten Saisonniederlage in de Vorwoche viel vorgenommen. Es gelang aber wenig, es gab viele technische Fehler im Aufbau und eine mangelnde Chancenauswertung. So lief Fünfhaus wie schon zuletzt in den vergangenen Heimspielen bald einem 3-Tore-Rückstand nach.

Nach 13 Minuten schien sich Fünfhaus kurz zu fangen, als Alex Kirchknopf im Tor der Heimmannschaft einen Siebenmeter und auch den Nachwurf bravourös abwehren konnte. Ein beherzter Fabian Hofbauer im Aufbau als stärkster Fünfhaus-Spieler gegen die Fivers traf zunächst zweimal. Aber statt dem Ausgleich zum 8:8 konterten die Fivers kaltblütig und zogen auf 8:11 und 9:12 davon. Daran konnte der Fünfhauser Wechsel im Tor, Lukas Psenner kam statt Kirchknopf, auch nichts ändern. 

Wesentlichen Anteil am Erfolg der Fivers deren Tormann Marko Konstantin, der mehrmals Würfe der Fünfhauser Flügel Severin Lampert und Jan Amberger vereiteln konnte. Aber auch durch die Mitte war für die Heimmannschaft in aussichtsreicher Position beim Fivers-Tormann oft Endstation. Dazu traf Fünfhaus-Youngster Gabriel Kofler bei energischen Vorstoßen nur die Stange. Mehrere Abspielfehler waren leichte Beute in Form von Gegenstoßtoren für die flinken Gästen.

Nach ihrer 9:14-Pausenführung legten die Fivers gleich wieder wie die Feuerwehr los. Koppensteiner WAT Fünfhaus konnte den Gegner nicht ernsthaft unter Druck setzen. So blieb es bei heftig beklatschten Einzelaktionen wie jener von Fünfhaus-Kapitän Patrick Depauly, der Ruhe ins Spiel bringen sollte und einen Gegenstoß eiskalt mit einem Tor abschloss und später nochmals nach sehenswerter Kombination vom Kreis traf.

Aber auch das änderte nichts am Charakter des Matches. Den Fivers gelang mit viel Tempo postwendend immer wieder ein Treffer. Nach 40 Minuten waren die Gäste im Derby bereits 13:20 voraus. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass Koppensteiner WAT Fünfhaus auf die zweite Saisonniederlage hintereinander zusteuerte. Letztlich unterlag Koppensteiner WAT Fünfhaus im Derby daheim klar, die Fivers siegten verdient mit 22:34. 

Fünfhaus-Coach Roland Eberl (Foto: Xavi Vegas) beklagte nach dem Match nicht nur die Ausfälle von Mannschaftsstützen. „17 technische Fehler, 19 Fehlwürfe, das sagt alles.“ Alles, das man sich vorgenommen habe, habe man im Spiel nicht umsetzen können. 

Koppensteiner WAT Fünfhaus ist damit von Platz drei auf Platz fünf in der HLA CHALLENGE-Tabelle zurückgefallen. Nach vier Heimspielen in Serie geht es am kommenden Wochenende auswärts in Korneuburg gegen einen sehr starken Gegner weiter. Bei der unterlegenen Heimmannschaft wurde der stärkste Spieler, Fabian Hofbauer, als bester Spieler ausgezeichnet. Bei den Fivers war es verdientermaßen Tormann Marko Konstantin.