** Koppensteiner WAT Fünfhaus **

Gut verkauft, aber 31:26-Derby-Niederlage auswärts gegen Fivers

Da war eindeutig mehr drinnen. Koppensteiner WAT Fünfhaus musste sich in der 4. Runde der MEHRLEBEN HLA CHALLENGE powered by Finanzfuchsgruppe auswärts im Wiener Derby HC Fivers WAT Margareten mit 31:26 geschlagen geben. Viele fein herausgespielte Chancen wurden aber vor allem in der ersten Halbzeit vergeben, mit insgesamt fast 20 Fehlwürfen kann keine Mannschaft gewinnen. Das Positive: Nach einem klaren 17:9-Pausenrückstand konnte die von Timo Issing gecoachte Fünfhauser Mannschaft die zweite Hälfte mit plus 3 für sich entscheiden. In nackten Zahlen bedeutet das in der Tabelle freilich weiter null Punkte. Schon am kommenden Samstag, 3. Oktober, geht es ab 19.00 Uhr mit einem Heimspiel in der Sporthalle Tellgasse gegen UHC busta Eggenburg aus dem Waldviertel weiter.

Kapitän Lenny Fetz war mit 5 Toren bester Fünfhauser Werfer und mit Tormann Christoph Weghuber (obent) särkster seines Teams. Foto: WAT Fünfhaus/Roman Stoiber (3)

Im ersten Derby der Saison war die Ausgangssituation klar, die Fivers als Gastgeber und Tabellenzweiter waren haushoher Favorit. Fünfhaus bekommt in den ersten zehnMinuten in der Defensive gar keinen Zugriff auf die Fivers-Angreifer. Fünfhauser Angriffe werden hingegen präziser zu Ende gespielt als noch in den vergangenen drei Runden. Mit sehenswerten Zuspielen auf Kapitän und Kreisläufer Lenny Fetz und den linken Flügelspieler Severin Lampert werden gute Chancen herausgespielt und auch abgeschlossen. Das resultiert auch aus dem Strategie, dass Coach Issing im Angriff ohne Tormann, dafür aber mit sieben Spielern auf dem Feld spielen lässt und so eine Überzahl erzeugt. Das große Manko dabei: Allzu oft gibt es bei gut herausgeholten Chancen im Abschluss Fehlwürfe oder der Ball landet an Pfosten oder Querlatte. In Summe sind es in den ersten 30 Minuten mehr als ein Dutzend Möglichkeiten, die schön eingefädelt werden, aber nicht mit einem Tor abgeschlossen werden. Umso positiver stechen die beiden Tore aus dem Rückraum ganz zu Beginn des beherzten Felix Pfannhauser heraus.

Mit 2 Toren aus dem Rückraum setzte sich Felix Pfannhauser zu Beginn in Szene.

Im Fünfhauser Tor ist Christoph Weghuber nach zehn Minuten richtig warmgeschossen – und wie. Er kann nun mehrere Fivers-Würfe toll parieren. Das Glanzstück setzt Weghuber allerdings noch drauf, als er Mitte der ersten Hälfte zwei Siebenmeter der Fivers hintereinander abwehren kann und den Rückstand so in Grenzen hält. In dieser Phase ist der Tormann klar der beste Mann bei Fünfhaus. Nach 20 Minuten führen die Fivers mit 12:8. In der Schlussphase der 1. Hälfte legen sie einen Zwischenspurt ein und ziehen so doch auf 17:9 deutlich davonziehen.

Nach Wiederbeginn sind Tore von Flügelspieler Elias Kropf und Elias Adlaoui, der im Rückraum zum Einsatz kommt, vorerst nur Strohfeuer. Denn bei dem fast schon typischen Fünfhauser Durchhänger in den ersten Minuten nach der Pause setzen sich die Gastgeber rasch auf 20:10 und später auf 24:13 ab. Vor allem Kapitän Lenny Fetz, mit 5 Toren nicht nur bester Fünfhauser Werfer in diesem Derby und insgesamt bester Fünfhauser Spieler, geht aber weiter als Vorbild an Einsatz voran. Umso bitterer, dass er vor den Schiedsrichtern in der 45. Minuten mit der 3. Zwei-Minuten-Strafe vom Feld geschickt wird.

Gegen immer fehlerhaftere Fivers übernehmen in der Schlussviertelstunde die Jungen bei Fünfhaus das Kommando. Filip Toljevic netzt vom Kreis zweimal hintereinander ein. Valentin Klicha als zentraler Spieler im Rückraum überbietet ihn mit 3 schönen Toren in kurzer Zeit. Der eingewechselte Fabian Kowarik tritt dann mit Elan an, findet irgendwie eine Lücke in der Fivers-Abwehr und kann damit in der 54. Minute auf 28:22 verkürzen. Timon Meyer, Neuling in der Kampfmannschaft, setzt mit einem sehenswerten Tor in der Schlussminute zum 30:26 noch eins drauf. Auch wenn die Hausherren Sekunden vor dem Ende auf 31:26 erhöhen können, hat Koppensteiner WAT Fünfhaus die zweite Hälfte gegen den Derby-Gegner damit plus 3 für sich entschieden. Das sollte auch Auftrieb für das kommende Heimspiel gegen Eggenburg geben.