
Klassischer Fehlstart in die Meisterschaft! In der MEHR LEBEN HLA CHALLENGE powered by Finanzfuchsgruppe musste sich Koppensteiner WAT Fünfhaus in der 1. Runde daheim in der gut besuchten Sporthalle Tellgasse nach schwacher erster Halbzeit und ernüchterndem 8:15-Pausenrückstand Union Sparkasse Korneuburg am Ende mit 20:27 geschlagen gegeben. In den ersten 30 Minuten überrumpelten die ambitionierten und flinken Korneuburg die unter dem neuen Fünfhaus-Cheftrainer Timo Issing neu formierte, während Fünfhaus weder im Angriff noch in der Defensive ins Spiel fand. Hälfte zwei konnte Koppensteiner WAT Fünfhaus zwar ausgeglichen halten, aber für eine Wende im Match fehlte die Geschlossenheit und Abgebrühtheit. Leichter wird es am kommenden Wochenende nicht: da wartet auswärts Sportunion Die Falken St. Pölten.

Fünfhaus begann mit den beiden zurückgekehrten Flügelspielern aus Vorarlberg, Severin Lampert und Morris „Momo“ Moosbrugger, die auch beide die ersten Fünfhauser Tore erzielten. In der Abwehr rackerte Neugang Elias Adlaoui mit Kapitän Lenny Fetz, der sich förmlich zerspragelte. Aber die effizienteren Gäste aus Korneuburg übernahmen rasch das Kommando, nützten Gegenstöße trocken und eiskalt und waren bei den Abschluss präziser und wurfsicherer. Was vorher schon klar war, manifestierte sich bei Fünfhaus deutlich: Rückraumspieler John Baxter, immerhin Spieler des Jahres in der abgelaufenen Saison in der HLA CHALLENGE und nun Fixpunkt beim neuen Meister Jags Vöslau, fehlte vor allem als Vollstrecker.

Die Gäste aus Korneuburg konnten sich in der schwächsten Phase von Fünfhaus auf 6:12 nach 22 Minuten absetzen, während Fünfhaus minutenlang kein Tor gelang. Bei Fünfhaus löste nun Christoph Weghuber im Tor Felix Friedel ab. Aber wenn’s nicht läuft, dann läuft es nicht: Ein Siebenmeterwurf für Fünfhaus ging nur an das Lattenkreuz. Die 8:15-Pausenführung für Korneuburg fühlte sich an wie die sprichwörtliche kalte Dusche.

Nach Wiederbeginn spielte Koppensteiner WAT Fünfhaus in der Verteidigung kompromissloser. Dazu ließ Fünfhaus-Tormann Weghuber mit etlichen Paraden nun seine Mannschaft nach der Pause ebenso wie den Red Block von Fünfhaus jubeln. Im Angriff fehlte dennoch die Durchschlagskraft. So waren es Kraftakte und Einzelaktionen, wie vor allem jene des Linkshänders im Rückraum, Leo Paha, mit letztem Einsatz zum 10:17 und 12:18 nach knapp 40 Minuten, die neue Motivation gaben. Aber immer wenn Fünfhaus Hoffnung zu schöpfen begann, das Spiel vielleicht doch noch drehen zu können, fand Korneuburg mit einem Tor eine Antwort. Geradezu symptomatisch: nach 53 Minuten gelang des Georg Mayr-Pranzender auf 18:23 zu verkürzen. Aber postwendend zertrümmerte Korneuburg-Routinier Leoonard Schafler mit einem verwerteten Siebenmeter wie mit einem Nackenschlag die Chance, den Gästen noch gefährlich zu werden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Fünfhauser Ernüchterung perfekt. Flügelspieler Elias Kropf war im Finish noch zweimal erfolgreich. Aber selbst darauf gab es noch eine Antwort der Korneuburger. Mit einem Tor acht Sekunden vor Schluss wurde der 20:27-Endstand fixiert und damit auch der Sieben-Tore-Vorsprung der ersten Hälfte wieder hergestellt.
Enttäuscht zeigte sich Fünfhaus-Coach Timo Issing: “Sehr frustrierend. Es ist offensichtlich noch sehr, sehr viel Unsicherheit in den Abläufen. Die Folge davon war, dass wir nicht zusammen attackiert haben, sondern jeder für sich die Lösung suchte. Gegen eine Mannschaft, die abgezockt ist, funktioniert das nicht. Es sind gute Ansätze, aber es braucht bei allen noch einige Prozent mehr.“