** Koppensteiner WAT Fünfhaus **

Verdient verloren – 30:29 in Perchtoldsdorf

Schwache Leistung, von der Offensive-Verteidigung der Gastgeber aus dem Konzept gebracht: Koppensteiner WAT Fünfhaus musste sich am Samstagabend in der letzten Runde des Grunddurchgangs der HLA CHALLENGE mit 30:29 (Halbzeit 16:14) dem Tabellenneunten Perchtoldsdorf Devils geschlagen geben und bleibt damit im Grundurchgang als Tabellenachter bei 10 Punkten. Diese werden im Abstiegs-Play-Off halbiert. Fünfhaus nimmt also 5 Punkte mit und startet so mit 4 Punkten Vorsprung auf Schlusslicht HIB Grosschädl Stahl Graz, das nach der Halbierung der Punkte einen Zähler aufweist.

Das kommende Wochenende 15/16. März ist für die Kampfmannschaft spielfrei. Die erste von insgesamt 10 Runden im Abstiegs-Play-Off ist für 22./23. März angesetzt.

Mit sieben Toren war Flügelspieler und Jugendleiter Elias Kropf in Perchtoldsdorf gemeinsam mit John Baxter bester Fünfhauser Werfer. Foto: WAT Fünfhaus/Xavi Vegas

Wer nur die ersten 20 Minuten solid Handball spielt, kann ein Spiel auch gegen einen Tabellennachzügler nicht gewinnen. Diese Lehre bekam Koppensteiner WAT Fünfhaus auswärts in der Siegfried-Ludwig-Halle in Perchtoldsdorf beinhart zu spüren. Dabei schien nach unkonzentriertem Beginn mit wenig Nachdruck alles auf den angestrebten Sieg gegen die Niederösterreicher hinauszulaufen. Mit der Wurfkraft von Nachwuchsnationalteamspieler John Baxter und Jakov Pavic im Tor, der fast nahtlos an seine Leistung beim Auswärtssieg in der Vorwoche in Graz anschloss, lag Fünfhaus nach einer Viertelstunde mit 7:10 in Front. Mit einem zunächst guten Patrick Gasperov, dieses Mal meist zentral im Aufbau, führte Fünfhaus nach exakt 20 Minuten 8:11.

In der Folge brachte die sehr offensive 5:1-Verteidigung der Gastgeber Fünfhaus aus dem Konzept und schien auf einmal in Abwehr wie Angriff von allen guten Geistern verlassen. Es war der beste Fünfhauser in diesem Spiel, Jakov Pavic im Tor zu danken, dass Perchtoldsdorf zur Pause nur 16:14 führte.

Aber selbst nach dem Anschlusstreffer von John Baxter zum 16:15 übernahmen wieder die flinken, gedankenschnelleren und sehr engagierten Perchtoldsdorfer das Kommando und setzten sich auf 20:16 ab. Drei Tore in Serie von Flügelspieler Elias Kropf brachten Fünfhaus in kurzer Zeit auf 20:19 heran. Aber es dauerte dann bis fünf Minuten vor Schluss, bis Fünfhaus – erneut durch John Baxter – zum Ausgleich mit 27:27 kam. Symptomatisch für dieses Spiel war die folgende Szene: Fünfhaus nahm in der Verteidigung den Gastgebern den Ball ab., scheiterte aber beim Solo-Gegenstoß an dem ebenfalls guten Tormann von Perchtoldsdorf. Damit war die Chance, den Vorsprung sofort auf 27:29 auszubauen, futsch. Das rächte sich. Denn die Devils machten Fünfhaus im Finish die Hölle heiß und erzielten 17 Sekunden vor dem Ende mit dem 30:28 das für den Sieg entscheidende Tor. Elias Kropf, der wie John Baxter 7 Tore für Fünfhaus beisteuerte, konnte mit einem Siebenmeter nur mehr Ergebniskosmetik mit dem 30:29 betreiben. Perchtoldsdorf war dank mehr Biss letztlich verdienter Sieger.

Fünfhaus-Co-Kapitän und Tormann Felix Friedel Felix Friedel, sagte in einer ersten Reaktion: „Wir haben uns selbst das Leben schwer gemacht- vor allem mit technischen Fehlern. Daraus hat Perchtoldsdorf zum richtigen Zeitpunkt Kapital geschlagen.“