20.04.2024 – 19:15 – Korneuburg ** Union Sparkasse Korneuburg – Koppensteiner WAT Fünfhaus **

Fünfhaus verliert mit 30:33 Tabellenführung daheim gegen Krems

In der vierten Runde der HLA CHALLENGE kam der Dämpfer: Koppensteiner WAT Fünfhaus verlor die Leaderposition in der HLA CHALLENGE. Brixton Fire Krems Langenlois siegte mit etlichen HLA-Spielern als Gast am Samstagabend in der Stadthalle B klar mit 30:33 (Halbzeit 16:19). Die Fünfhauser Burschen konnten nicht an die tollen Leistungen der ersten drei Meisterschaftsrunden anschließen, zeigte vor allem in der Defensive Schwächen, auch die Tormänner konnten die erste Saisonniederlage in der jetzigen vierten Runde nicht abwenden. Und das ausgerechnet im ersten Spiel, das www.laola1.at  im Livestream übertrug.

Das Foto von Stephan Woldron zeigt Fünfhaus-Kreisläufer Viktor Dudic im roten Dress gegen den starken Samuel Fabry im Tor von Krems Langenlois. 

Koppensteiner WAT Fünfhaus musste ohne Stütze Philipp Scholz im Rückraum antreten, Topwerfer Severin Lampert war nach argen Problemen mit einem Weisheitszahn in den vergangenen Tagen lädiert und wurde von Fünfhaus-Trainer Roland zuerst auf der Bank gelassen. Christoph Fercher begann dafür am Flügel. Die Fünfhauser Burschen rannten über weite Strecken des Matches einem Rückstand nach. Die Gäste aus Niederösterreich machten von Beginn an Tempo, waren flink und ambitioniert. Bei Fünfhaus gab es meist zu wenig Bewegung im Angriff ohne Ball, zu leichte Tore für Krems weil man in der Deckung keinen Zugriff auf die Gegner – allen voran den wuchtigen Kremser Kreisläufer Kenan Hasecic bekam. Dazu kam ein überragender Samuel Fabry im Tor bei den Gästen, der den Fünfhauser Werfern den Nerv zog, sodass Fünfhaus meist einem minus drei oder vier nachlaufen musste. 

Koppensteiner WAT Fünfhauser mühte sich in der Anfangsphase. Innerhalb einer Minute von der 12. zur 13. Minute, schien sich dann in Halbzeit eins alles zu wenden. Fünfhaus-Tormann Alex Kirchknopf konnte zweimal parieren, Youngster Gabriel Kofler, der später zum besten Spieler von Fünfhaus gewählt wurde mit einem Treffer und Georg Mayr-Pranzender brachten ihre Mannschaft als Gastgeber 8:7 in Führung, es folgte sogar eine 10:8-Führung. Aber wie gewonnen so zerronnen: in Minute 18 lag Krems-Langenlois schon wieder 10:11 voran. Benjamin Sprung und Fabian Hofbauer ließen die Fünfhauser Fans mit Kraftakten und sehenswerten Toren jubeln. 

Der in der 20. Minute erstmals eingewechselte Severin Lampert traf sofort, bekam dann aber einen Rempler in das ohnehin schmerzende Gesicht. Nach drei flotten Kremser Toren lag Fünfhaus auf einmal 14:18 hinten. Statt dem Anschlusstreffer zum 17:18 schafften aber die Gäste aus der Wachau vor der Pausensirene das 16:19. 

Frisch aus der Kabine setzten das Fünfhauser Trainerduo mit Roland Eberl und Co-Trainer Norbert Glätzl zunächst auf Routine. Fünfhaus-Kapitän Patrick Depauly traf kurz nach Wiederbeginn selbst und holte dann mit vollem Einsatz einen Siebenmeter heraus. Aber das war neben der Deckung eines der Hauptmankos an diesem Abend. Fünfhaus vergab drei Siebenmeter in der zweiten Halbzeit. Das machte den schon guten Kremser Tormann Samuel Fabry noch stärker. In der Folge waren die Fünfhauser Spieler nach nicht verwerteten tollen Chancen in Hälfte zwei fast am Verzweifeln. Die Spieler von Koppensteiner Fünfhaus wirkten nun auch geistig müde, auch wenn vor allem Elias Kropf als Torschütze vom Flügel die schwindende Chance auf Punkte im Heimspiel am Leben erhielt. Fünfhaus-Kreisläufer Viktor Dudic musste dann nach der dritten Zeitstrafe vorzeitig vom Feld. 

In den letzten zehn Minute wogte das Spiel hin und her. Krems Langenlois hielt aber stets dagegen, Fünfhaus konnte sich nicht mehr so aufbäumen, um dem Match noch eine entscheidende Wendung zu geben. Mit den teilweise HLA-erprobten Spielern war nichts mehr auszurichten. Am Ende hieß es durchaus verdient 30:33 für die Gäste aus Niederösterreich. Allein 33 Tore beim Heimspiel sagen viel darüber, wo bei Koppensteiner WAT Fünfhaus am Samstagabend vor allem der Wurm drinnen war.  So war es auch nicht verwunderlich, dass ausgerechnet Jungtalent Gabriel Kofler als bester Spieler von Fünfhaus ausgezeichnet wurde. 

Koppensteiner WAT Fünfhaus bleibt damit vor dem Wiener Derby am nächsten Samstag gegen Fivers II bei fünf Punkten. Aber Achtung: das Match gegen den Erzrivalen aus Margareten findet in der Sporthalle Tellgasse statt.