Blog

18:28 - Tränen zum Bundesliga-Abschied

WAT Fünfhaus unterliegt mit viel Herzblut Gänserndorf in Relegation - Rückkehr von Philipp Korner

Fünfhauser Bundesliga-Spieler lagen erschöpft und enttäuscht auf dem Spielfeld, Trainer und Spieler hatten Tränen in den Augen: Die Heimniederlage des WAT Fünfhaus in der Relegation mit 18:28 (Halbzeit 9:16) gegen UHC Sispo Gänserndorf ließ am Samstag abend in der vollbesetzten Sporthalle Tellgasse keinen kalt. Für die junge Fünfhauser Mannschaft war das Match ein Spiegelbild der Leistungen im Frühjahr: Eine Zeit lang konnte sie dem Favoriten aus Niederösterreich vor allem auch dank sensationeller Leistung von Tormann Alex Kirchknopf (im vierten Bild unten, alle Fotos: Andi Schiffleitner), an die nach der Pause Manuel Mundorf ebenso stark anschloss, Parole bieten. Doch nach einer Viertelstunde schadete sich das Team der beiden Trainer Toni Kadic und Mario Sauschlager mit technischen Fehlern und mangelnder Präzision im Abschluss selbst. Die Gäste zogen schon bis zur Pause locker auf 9:16 davon, mehr als die halbe Miete für den Klassenerhalt nach dem vorwöchigen 23:16-Heimsieg in Gänserndorf. Der WAT Fünfhaus muss damit nach 4 Jahren aus der Bundesliga in die Regionalliga absteigen. Das mit Abstand positvste Ereignis an diesem Tag war: U-20-Spieler Phiipp Korner, der seit Juni des Vorjahres eine Krebserkrankung bekämpft, kehrte erstmals in die Tellgasse zurück und durfte nehmen seinen Freunden auf der Bank der Fünfhauser Platz nehmen. Trotz der enormen Belastung durch die Chemotherapie hat Philipp Kornerkzuletzt auch die schriftliche Matura absolviert.

Sonst durften die an diesem Samstag in der Sporthalle Tellgasse nur die zahlreich mitgereisten Gänserndorfer Fans einen ingesamten verdienten Sieg ihrer Mannschaft feiern. Noch dazu machte ein früherer Fünfhauser Nachwuchsspieler der Mannschaft des WAT Fünfhaus das Leben bei diesem Entscheidungsspiel besonders schwer: Thomas Spörk wurde bei Gänserndorf als Man of the Match ausgezeichnet, die Fünfhauser Schlussmänner standen ihm mit serienweisen tollen Paraden um nichts nach. Alex Kirchknopf hielt in der Anfangsphase sowohl Siebenmeter als auch Nachschuss des Gänserndorfer Spezialisten Florian Böhm. Aber selbst das half in diesem Relegatiionsspiel nichts.

Dabei begann der WAT Fünfhaus souverän unter anderem mit zwei Siebenmetern, die Aufbauspieler Nedim Trakic (erstes Bid oben) verwertete. Bis zum 6 zu 6 nach einer Viertelstunde machte Fünfhaus alles richtig, aber auf einmal wurden beste Chancen nicht mehr verwertet, man ließ sich bei pfeilschnellen Gegenstößen überrumpeln. Die Fünfhauser Anhänger auf den dichtbesetzten Zuschauerrängen trieben ihre Mannschaft zwar timmkräftig an. Aber bei den Gänserndorfern erzielten die Legionäre im Aufbau die entscheidenden Tore. Bei Fünfhaus landeten die Schüsse hingegen teils an Torstange oder Lattenkreuz. Am Flügel steigerte sich allerdings Patrick Depauly (im dritten Bild im roten Dress Nummer 24) und erzielte 5 Tore vom Flügel. Nedim Trakic brachte es mit 4 Siebenmetern auf 6 Tore.

Obwohl es nach der ersten Hälfte bereits 9:16 für die Gäste aus Niederösterreich stand, steckten die Fünfhauser Mannschaft nie auf. Goran Vuksa stemmte sich nach Kräften gegen die Angriffe, Philipp Rabenseifers Rackern am Kreis (im zweiten Bild von oben, Nummer 19) wurden zuerst mit Toren und nach Spielende mit der Auszeichnung als Fünfhauser Man of the Match gewürdigt. Im Tor zeigte nun Manuel Mundorf wie in der ersten Hälfte Alex Kirchknopf sehenswerte Paraden, aber näher als sechs Tore kam Fünfhaus auch mit dem Mute der Verzweiflung nicht heran, auch wenn etwa Youngster Samuel Kofler in der Defensive stark agierte.  Den Gänserndorfern ging fast jeder Treffer einfach lockerer von der Hand. In der Schlussphase brachte das Trainerduo bei Fünfhaus noch alle Spielerrvon der Bank, wie Roberto Dondras und Max Mitteregger.

Coach Kadic beutelte nach der Niederlage und dem Abstieg ernüchtert den Kopf: "Nur in den ersten 17 Minuten haben wir richtig Handball gespielt. Ich kann nicht sagen, was danach los war." Aber: "Das war ein faires Match. Ich gratuliere den Gänserndorfern." Gänserndorf-Obmann Hartwig chmoldas bestätigte den Eindruck der Zuschauer, sein Team sei die "kompaktere Mannschaft" vor allem im Aufbau gewesen: "Tut mir leid für Fünfhaus."

Vor dem Spiel war die U 11 des WAT Fünfhaus als Wiener Vizemeister in der Tellgasse vorgestellt worden. Ebenfalls Wiener Vizemeister in Wien ist die U 14, beide Jugendteams des WAT Fünfhaus wurden auch auf den in der Halle aufgelegten Foldern gewürdigt. Die Minis und die U 11 von Fünfhaus durften anschließend bei der Vorstellung die Fünfhauser Bundesliga-Mannschaft auf das Spielfeld begleiten. Zu Beginn hatte es außerdem eine Trauerminute für den Anfang Mai verstorbenen 27jährigen Fünfhauser Junghandballer Rene Gallistl gegeben, dessen Begräbnis nun am Montag stattfindet.

Der Vorstand des WAT Fünfhaus dankt allen Fans für die Unterstützung an diesem Samstag sowie in der gesamten Saison. Der besondere Dank gilt jenen Eltern, die mit den Buffetdiensten einen wichtigen Beitrag für die Vereinsarbeit geleistet haben. Besonderer Dank gilt auch der Familie von Angelika und Thomas Kofler, die angefangen vom Video-Studium der Bundeslligamannschaft bis zu den Minis die Fünfhauser Handballer stets mit vollem Einsatz unterstützen.

Kommentiere den Artikel 18:28 - Tränen zum Bundesliga-Abschied
Be the first to comment
Please login to comment
Bezahlte Werbeeinschaltung

WAT15 Newsletter

Trends

Key Facts

Hier finden sie ein paar Zahlen und Fakten die Ihnen bei der Entscheidung helfen WAT15 Sponsor zu werden.
So gut sind sie repräsentiert!
  • 150 SpielerInnen
  • 15 TrainerInnen
  • 300 aktive Eltern
  • 250 Spiele gegen 100 verschiedene Mannschaften
  • 1000e aktive Facebook LeserInnen